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  Der LUFTKURORT im SÜDHARZ
ERSTE HISTORISCHE EUROPASTADT
 
       
   

   

 

     
     

 

 

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    Stolberger Lerchen  
   
Eine Spezialität unserer Stadt ist ohne Zweifel diese Wurstspezialität, mehr zu ihrer Entstehung und der Geschichte in den nachfolgenden Zeilen.
 
         
    Nicht nur den heutigen Gästen  sind die Stolberger Lerchen eine  Gaumenfreude. 
Bereits Anfang des 19. Jahrhundert haben sich hochrangige Persönlichkeiten  wohlwollend  über diese Spezialität geäußert. Auszüge aus den Anschreiben an den Fleischermeister Mansfeld können Sie nachfolgend lesen.
 
         
    Fürst v. Pückler  
    General Feldmarschall Friedrich Karl  
    Brief v. Bismarck  
    Graf Vitzthum  
    Graf v. Moltke  
         
    Folgendes Zitat aus einem Taschenbuch „ Reisende in den Harz “ in dem der Autor Friedrich Gottschalk folgendes schrieb:  
         
    Bei den Stolberger Lerchen handelt es sich um besonders wohlschmeckende Würstchen..., die scherzhaft so heißen, weil es keine Lerchen in Stolberg gibt. Der Volksmund überlieferte, das die beim Braten entweichende Luft, ähnlich dem Gesang der Lerchen, zum Namen führte..... ( Zitatende)   
         
    Zeitreise durch die Geschichte der Stolberger Lerchen, ihre Entstehung und Fertigung  
         
    Fertigung dünner Bratwürste, bei der eine Grobstrukturierte Masse aus Schweinfleisch in Schafs- oder Ziegendarm gepresst und herzhaft gewürzt wird, anschließend werden sie geräuchert und luftgetrocknet  
         
    1823  
         
    Erwähnung der Stolberger Lerchen in einem Taschenbuch für Reisende als „wohlschmeckende Würstchen“  
         
    Mitte 19. Jh.  
       
    Fleischermeister und Gastwirt Ernst Mansfeld zieht ins heutige Gasthaus „ Kupfer “ ein, benannt nach seinem Urenkel, Erich Kupfer  
         
    1870    
         
    Der Genannte stopfte eigenhändig mehrere Kilo schmackhafter Würste ( darunter auch die berühmten „ Stolberger Lerchen “ ) und expedierte das alles nebst etlicher Flaschen Korn ins Kriegslager nach Frankreich, wo es dem preußischen Prinzen, Moltke und den übrigen Herren des Hauptquartiers so vortrefflich gemundet haben muss, dass er schon aus dem Kriege her mehrere Schreiben bekam, die ihn als „Patriot“ auszeichneten, und die er rahmen und in seinen Gästezimmer aufhängen ließ.
Auch im von Bismarck Hochgelobten „Harzer Feldfrühstück“ waren Stolberger Lerchen enthalten.  
 
         
    Einige Schreiben aus dem Feldlager, welche als Original erhalten geblieben sind.  
         
    Fürst von Pückler  
     

Königliches  Hof  Marschall Amt
Euer Wohlgeboren

Beehre ich mich ergebenst mitzuteilen, dass Seine Majestät der König die mit dem Immediatschreiben vom 4: d.(es) M.(onats) übersandten Stolberger Lerchen g(nädig) anzunehmen und mich dabei zu beauftragen geruht haben Euer Wohlgeboren den Dank Seiner Majestät für die dadurch zu erkennen gegebenen patriotischen Gesinnungen auszusprechen.

Versailles den 23: November 1870 
Pückler  

 
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    General Feldmarschall Friedrich Karl  
     

An den Fleischermeister
Herrn Mansfeld
Wohlgeboren
zu Stolberg a./ Harz
Hauptquartier Pithiviere, den 23(sten) November 1870

Für Ihr mir in dem Schreiben vom 4 (ten) d.(es) M.(onats) ausgesprochenen freundlichen Glückwünsche, sowie für die demselben beigefügten höchst wohlschmeckenden Stolberger Lerchen nebst dem „ Nordhäuser Korn“ sage ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank.

Der General Feldmarschall
Friedrich Karl  

 
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    Brief v. Bismarck  
     

Dem Fleischermeister
Herrn Mansfeld
Wohlgeboren
Stolberg

Versailles, den 28.November 1870

Euer Wohlgeboren sage ich besten Dank für das Harzer Feldfrühstück und das Andenken auf der Flasche.

v. Bismarck

 
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    Graf  Vitzthum   
     

An den Fleischer-Meister
Herrn Mansfeld
Wohlgeboren
in Stolberg a/H

Ew. (Euer) Wohlgeboren

Verfehle ich nicht, ergebenst mitzuteilen, daß Seine Königliche Hoheit der Kronprinz von Sachsen, mein gnädigster Herr, die ihm übersendeten „ Stolberger Lerchen “ nebst dem Nordhäuser huldvollst entgegenzunehmen geruht und daß Höchstdemselben dieses ächt Deutsche Frühstück hier vor der besiegten Hauptstadt des Feindes trefflich gemundet hat.

Sr.( Seine) Königliche Hoheit befiehlt mir, Ew. Wohlgeboren Seinen auffrechtigsten Dank für diese Sendung und die dargelegten patriotischen Gesinnungen auszusprechen.

Mit vollkommenster Hochachtung
Ew. Wohlgeboren
Ergebenster
Graf Vitzthum Adjutant S. (einer) K. (öniglichen) H. (oheit) des Kronprinzen von Sachsen

Hauptquartier der Maas Armee,Margency am 28.Februar 1871  

 
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    Graf v. Moltke  
     

Euer Wohlgeboren

Freundliche Zeilen vom 4tend d.(es) M.(onats) nebst dem wohlschmeckenden “Feldfrühstück“ Habe ich gestern richtig empfangen. Für beides spreche ich Ihnen hiermit meinen Herzlichsten Dank aus.

Mit freundlichem Gruß
Ihr ergebener

Gr
(af) v. Moltke
General der Infanterie und Chef des Generalstabes der Armee

Versailles, den 21, November 1870

 
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    4.1.1873  
    Fleischermeister Ernst Mansfeld erhält das Patent als Hofschlächtermeister und Hoflieferant seiner königlichen Hoheit, des Prinzen Karl Friedrich, und das Recht das königliche Wappen am Hause und auf Briefbögen und Visitenkarten zu führen.  
         
         
         
   
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