Schloss Stolberg Restauriert        
 

Schloss im Wandel

 

     
 

Schlossansichten

     
 

Das Schloss Stolberg, in beherrschender Lage  über dem Ort auf dem Bergsporn zwischen dem Ludetal und dem Kalten Tal gelegen, besteht aus einer annähernd vierflügeligen, aus verschiedenen Bauteilen zusammengewachsenen Anlage.

 

Dem Westflügel ist der schräg abknickende Kanzleiflügel mit nach Norden angrenzenden Wirtschaftsbauten angeschlossen.

 

Seit dem 12. Jahrhundert bis 1945 diente das Schloss als Sitz des Grafengeschlechts von Stolberg bzw. der Fürsten zu Stolberg-Stolberg.

 

Die Burg bestand vermutlich schon im 10./11. Jahrhundert. Im nördlichen Areal lag der aus dem Mittelalter stammende Bergfried, der noch auf einem Stich von Samuel Blättner aus dem Jahre 1704 erkennbar ist.

 

Die verschiedenen Ansichten zeigen den Wandel welches das Schloss in laufe der letzten 100 Jahre erfahren hat.

 

Zu alter Blüte erweckt es seit 2006 die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, als Eigentümer und unter großer Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt.

Damit ist es vor dem Verfall gerettet und wird einer neuen Nutzung zugeführt

 
         
         
 

Eingangstor

     
 

Wenn man die Schlosstreppe von St. Martini heraufkommt, stößt man zuerst auf das Denkmal der Juliana von Stolberg, welche hier geboren wurde. Ein paar Stufen höher steht man auf dem Schlossvorplatz direkt am Eingangstor.

 

 

 

 

Diese Bilder belegen die wechselhafte Geschichte der Nutzung nach 1945, zuerst Forstschule, dann FDGB Ferienheim, nach der Wende dem Verfall preisgegeben und heute entsteht es wie Phönix aus der Asche in alter Pracht.

Die Fassade zum Ort ist schon erneuert und im laufe der nächsten Jahre wird auch die Fassade zum Ludetal in ihrem alten Glanz erstrahlen.

 
         
         
 

Schlosshof

     
 

Das prächtige Portal mit gräflichem Wappen am Eingang zum Fürstenflügel des Stolberger Schlosses belegt die über 900 jährige Geschichte des Hauses Stolberg.

Das dritte Bild zeigt den Zustand der Hoffassade des Fürstenflügels im Jahre 2000, die Turmuhr am Wendelstein war auf 10 Minuten nach 12 stehen geblieben, ein treffendes Sinnbild für den Zustand des gesamten Schlosses.

 

Auf den Bildern ist noch eine andere deutliche Veränderung zu sehen, welche die Silhouette des gesamten Schlosses auf seinen historischen Stand zurücksetzt. Und zwar wurde in Zuge der Restaurierung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Turmhaube vom Wendelstein in ihre historische Form gebracht, filigran überragt sie die Dächer und bietet der Turmuhr nun einen würdigeren Rahmen als vorher.

 
         
         
 

Terrasse

     
 

Der Terrassengarten, einst ein Barockgarten mit Pavillon und Wasserbecken, wurde im Sommer 2011 umfangreich saniert und ist nun wieder begehbar. Die Wiederherstellung der Hangmauern und die Arbeiten an der Südterrasse gehörten ebenfalls zu den umfangreichen Arbeiten der Restaurierung.  
 

Die um 1937 angelegte Südterrasse durch den bekannten Gartenarchitekten Heinrich Wiepking-Jürgensmann, wurde für die Wiederherstellung als Grundlage verwendet. Das Wasserbecken diente einst als Löschwasserbecken und Swimmingpool. Der zweigeschossige barocke Pavillon, erbaut auf den mittelalterlichen Kellergewölben, wurde in der historischen Fassung des 19. Jahrhundert wiederhergestellt.

 

 

Die Bepflanzung der Terrassen erfolgte in ähnlichen Strukturen, da ein Originalplan des ehemaligen Privatgartens der Fürsten zu Stolberg nicht mehr vorhanden war. Der kleine Garten wirkt durch das höhengestaffelte, prächtige Staudenbeet, mit Schwertlilien, Ehrenpreis und Klatschmohn wieder sehr charakteristisch für die damalige Zeit. Die bereits schon damals verwendeten Pflanzen bestimmen nun wieder das Bild am Schloss. Der historische Terrassengarten wurde in das Reich der „Gartenträume“ Sachsen-Anhalt aufgenommen.

 
         
         
 

Breiter Gang

     
 

Das Schloss wurde 1690 bis 1720 zur barocken Residenz umgebaut. Im Süd- und Westflügel entstand eine Galerie zur Hofseite. Zur Stadtseite wurden die einzelnen repräsentativen Räume angelegt, untereinander verbunden mit axial angeordneten zweiflügligen Türen.

Die 1708 im Südflügel neu erbaute zweiläufige Treppenanlage führt auch heute noch zur oberen Galerie, dem „Breiten Gang“.C.Hennrich / DFZ Qlb. e.V.

Nach der Restauration ist der Breite Gang, in Verbindung mit dem Ortenberger Gang, das Herzstück der wiedererstandenen repräsentativen Räume im Stolberger Schloss und für Besucher geöffnet.

 

 

Das dritte Bild zeigt den erheblichen Aufwand welcher bei der Restaurierung aufgebracht werden musste. Der alte Stuck und die darin enthaltenen Gemälde wurden abgenommen und sämtliche Balken der Decke wurden erneuert. Wie fast alle Holzteile im Fürstenflügel (Dachstuhl und Decken) waren diese vom Schwamm befallen und mussten saniert, bzw. erneuert werden.

 
         
         
 

Empiresaal

     
 

auch Roter Saal -Ehemals großes Empfangszimmer genannt.

Am Ende des Ganges liegt das „Große Empfangszimmer“.
Die Innendekoration in den Farben Schwarz, Rot, Gold und das sehr qualitätvolle Mobiliar stammen aus dem 19. Jahrhundert. C.Hennrich / DFZ Qlb. e.V.

 

Die Bestuhlung ist original erhalten, wurde restauriert und ergänzt diesen prächtig ausgestatteten Saal. Dieser ist für kulturelle Veranstaltungen, Tagungen und Seminare vorgesehen, dafür steht modernste Veranstaltungstechnik bereit.
Der Empiresaal kann als Teil des Standesamtes für Trauungen genutzt werden, ebenso die Kapelle, die vom Erdgeschoss und vom Fürstenflügel aus zu erreichen ist.